Regenerative Energien

Grüne Energie aus heimischer Landwirtschaft:
Unsere OMIRA Landwirte leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energiesicherheit und tragen zur Abwendung des Klimawandels durch Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei. Durch Solaranlagen auf Stall- und Scheunendächern, die energetische Verwertung von Biomasse oder den Bau von Windkraftanlagen haben unsere Landwirte die Vorteile dieser Technologien für die betriebliche Entwicklung und die Umwelt erkannt. Sie engagieren sich in der Umsetzung von neuen Entwicklungen und Konzepten und leisten damit einen hohen Beitrag zur umweltschonenden Energiegewinnung in den Dörfern und Regionen.

Nachhaltiger Anbau

Agrarflächen sind Lebensräume – und eine wertvolle Ressource:
Gerade hier ist die Landwirtschaft gefordert, nachhaltig zu denken und zu handeln. In der OMIRA setzt sich der Nachhaltigkeitsfaktor Umwelt aus den Bereichen Boden, Grünland, Pflanzenschutz und Energie zusammen. Unsere Aufgabe sehen wir vor allem darin, den Landwirten Anregungen zu geben und gangbare Wege für einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen aufzuzeigen. Unser gemeinsames ökologisches Ziel: eine umweltverträgliche und gleichzeitig wirtschaftliche Nutzung der Böden sowie die Steigerung der Biodiversität (biologische Vielfalt).

Klimaschutz und Energieeffizienz

Intelligenter und vielfältiger Klimaschutz:
Nicht nur auf den Höfen unserer Landwirte spielt die Energieeffizienz im Herstellungsprozess eine Rolle, sondern auch bei der OMIRA. Neben Maßnahmen zur Energieeinsparung im Herstellungsprozess unserer hochwertigen Produkte, testen wir neue Systeme und Technologien, um Transportwege zu optimieren und dadurch unseren CO2-Ausstoß zu verringern. So haben wir im September 2014 beim EnBW-Innovationspreis mit dem Thema „Gesamtkonzept zur Verbesserung der betrieblichen Energiebilanz und zur Entlastung der Umwelt“ in der Kategorie „Innovation & Rentabilität“ den Sieg errungen. Durch die Einführung des Umweltmanagementssystem nach ISO 14001 kommen wir unserer immer größer werdenden Verantwortung des sorgsamen und schonenden Umgangs mit natürlichen Ressourcen nach. Dabei spielt beispielsweise der achtsame Umgang mit Wasser eine zentrale Rolle.Als einen weiteren Meilenstein im Sinne einer höheren Energieeffizienz konnten wir eine neue Gasturbine in Betrieb nehmen. Unsere Bemühungen haben sich bereits mit einer absoluten Gesamtreduktion von 10,07 % im Vergleich zum Vorjahr in der Treibhausgasbilanz niedergeschlagen.

Weltweit haben Unternehmen die Möglichkeit Klimaschutzprojekte zu unterstützen. So können Sie Ihre eigene CO₂-Bilanz ausgleichen. Ein sinnvolles Instrument der Umweltpolitik, um das globale Problem der Treibhausgase weltweit anzugehen. OMIRA hat CO₂-Zertifikate erworben, die Projekte in Südamerika und Asien fördern. Diese Zertifikate wurden bilanziert und auf einem Konto der EU stillgelegt. Wir erachten dieses Vorgehen als sehr sinnvoll und gerade in Dritt- und Schwellenländer als richtungsweisend.

Das Ergebnis: Seit 2016 ist unsere Molkerei klimaneutral. So können wir unsere Produkte klimaneutral herstellen.

Unsere Klimaneutralität haben wir uns von einer unabhängigen Prüfstelle bestätigen lassen. Seit November ist die OMIRA GmbH TÜV geprüft klimaneutral. Der TÜV Rheinland hat bei unserem Corporate Carbon Footprint-Bericht 2016 einen Critical Review durchgeführt. Anhand des Prüfberichts und der Emissionszertifikate erfolgte für die OMIRA die Zertifizierung „Klimaneutral Unternehmen“.

TÜV Zertifikat für OMIRA

Projekt „AgriClimateChange“:
Mit „AgriClimateChange“ starten wir zusammen mit der Bodenseestiftung und unseren Landwirten ein zukunftsträchtiges Projekt (derzeit noch Pilotprojekt) zum Klimaschutz in der Landwirtschaft. Zudem fördern wir unsere Landwirte mit gezielter Energieeffizienzberatung durch staatlich anerkannte Energieberater, die wichtige Impulse zur Reduzierung des Energieverbrauchs auf den Höfen geben im Rahmen von Projekten.

CO²-Fußabdruck der OMIRA

Als eine der ersten Maßnahmen in Sachen ökologische Nachhaltigkeit haben wir unseren CO2-Fußabdruck nach den Vorgaben des Kyoto-Protokolls ermitteln lassen. Der Auswertung folgte eine rasche Umsetzung verschiedener Verbesserungsmaßnahmen mit dem Ziel, die CO2-Emissionen der OMIRA Gruppe stetig zu verringern. Investitionen in energieeffiziente Prozesse, umweltfreundliche Technologien und in erneuerbare Energie sowie die Reduzierung des Stromverbrauchs konnten unseren CO2 -Fußabdruck schon erheblich verbessern. Wir bleiben dran am Thema Klimaneutralität und werden immer noch ein bisschen besser werden – ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren.

FAQs

Wie sehen die ersten Schritte zum klimaneutralen Unternehmen aus – und welche Konsequenzen kann das haben?

OMIRA hat ihren CO2-Ausstoß von der zukunftswerk eG berechnen lassen, einer Genossenschaft für Beratung zu Fragen der nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Bereits in den Jahren zuvor haben wir eine Vielzahl von Schritten unternommen  – insbesondere im Bereich Energieverbrauch-, um die Klimabelastungen zu reduzieren. Doch jetzt nach der Ermittlung unseres CO2-Fußabdrucks (Carbon-Footprint) wissen wir umso genauer, wo wir ansetzen müssen, um unsere Auswirkungen auf das Klima weiter zu reduzieren. Zudem haben wir unseren CO2-Ausstoß mit Hilfe von UN-Klimazertifikaten kompensiert und werden damit für die kommenden Jahre ein klimaneutrales Unternehmen sein.

Was ist ein CO2-Fußabruck bzw. ein Carbon Footprint und wie wird er ermittelt?

Der CO2-Fußabdruck ist ein Maß für die Menge an Treibhausgasen (gemessen in CO2-Äquivalenten), die direkt und indirekt, durch eine Aktivität eines Einzelnen, eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Produkts entsteht. Er bezieht dabei die entstehenden Emissionen von Rohstoffen, Produktion, Transport, Handel, Nutzung, Recycling und Entsorgung ein. Der Grundgedanke des CO2-Fußabdrucks bzw. Carbon Footprints ist es demnach, eine Grundlage zu schaffen, auf der Einflüsse auf das Klima gemessen, bewertet und verglichen werden können. Dadurch können notwendige Minderungspotentiale erkannt, Maßnahmen erarbeitet und deren Wirksamkeit bewertet werden. Ziel ist es immer, den Klimawandel durch die Treibhausgase zu stoppen. Denn CO2, Kohlenstoffdioxid, wie auch einige andere Treibhausgas-Emissionen, haben einen maßgeblichen Einfluss auf den Klimawandel. Sie müssen weltweit deutlich reduziert werden, wenn die globale Erwärmung aufgehalten werden soll. Der „Corporate Carbon Footprint“ wird gemäß den international anerkannten Greenhouse Gas Protocol Corporate Standards durchgeführt.

Welche Treibhausgase werden in die Berechnung einbezogen und was sind CO2-Äquivalente?

In die Berechnung der Treibhausgasemissionen werden die sechs vom Weltklimarat IPCC und im Kyoto-Protokoll festgelegten Haupttreibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs), Perfluorcarbone (PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF6) einbezogen. Nicht jedes der sechs Haupttreibhausgase ist gleichermaßen wirksam. Methan ist z. B. 23-mal so klimaschädlich wie CO2, Distickstoffmonoxid 310-mal und Schwefelhexafluorid sogar 14.000-mal. Um die Emissionen miteinander zu vergleichen, werden daher alle Treibhausgase auf CO2 umgerechnet. Man spricht dann von CO2-Äquivalenten. Die Umrechnung der erhobenen Verbrauchsdaten (wie z.B. Stromverbrauch oder Kraftstoffverbrauch) erfolgt mittels Emissionsfaktoren, die die Emissionen je Einheit (z.B. je Kilowattstunde Strom oder Liter Benzin) angeben.

Was können wir gegen den Klimawandel tun?

Lösungen für den Klimawandel werden von Bürgern, Unternehmen, Regionen und Städten gefordert und zunehmend umgesetzt. Zu diesem Zweck wurde bereits 1997 mit dem Kyoto-Protokoll ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen geschaffen, das die Treibhausgasemissionen von einigen emissionsintensiven Branchen in Industrieländern reguliert.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Klimawandel einzudämmen. Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  1. Vermeidung von Treibhausgasemissionen durch maximale Energie- und Materialeffizienz, Veränderung der Konsumgewohnheiten, Bezug von regionalen Waren und regionale Wertschöpfungsketten.
  2. Energieerzeugung aus nachhaltigen erneuerbaren Energiequellen (Wind, Wasser, Sonne) anstelle von fossilen Energieträgern.
  3. Reduzierung von Treibhausgasen in der Atmosphäre durch sogenannte Kohlenstoffsenken. Hier wird CO2 aus der Luft beispielweise in Form von Biomasse oder in Böden gespeichert.

Warum sind Emissionszertifikate sinnvoll?

Der Treibhauseffekt ist ein globales Phänomen, da die Verteilung der Treibhausgase in der Atmosphäre in etwa gleich ist. Daher spielt es keine Rolle, wo auf der Welt Treibhausgase eingespart oder gespeichert werden. Im völkerrechtlich verbindlichen Kyoto-Protokoll wurde daher festgelegt, dass sogenannte Klimaschutzprojekte, die Treibhausgasemissionen vermeiden oder speichern, dort stattfinden können, wo sie am wirtschaftlichsten sind. Daher finden viele Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern statt, weil hier das Potential der Einsparungen durch neue Technologien noch sehr hoch ist. Die Initiatoren der Klimaschutzprojekte – überwiegend erneuerbare Energieprojekte – erhalten für ihr Engagement Emissionsgutschriften, die in Form von Emissionszertifikaten gehandelt werden können. Außerdem trägt der Emissionshandel wesentlich zum Transfer von sauberen Technologien in Schwellen- und Entwicklungsländer und zu einer nachhaltigen (ökonomisch, ökologisch und sozial) Entwicklung der Region bei.

Welche Vorteile bringt die Klimaneutralität für ein Unternehmen?

  1. Sie leistet einen Beitrag zu den Zielen der Regierung, der Europäischen Union sowie der Vereinten Nationen.
  2. Sie sensibilisiert  Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden hinsichtlich des Umgangs mit endlichen Ressourcen. Dies beeinflusst positiv den Umgang mit Energie und sonstigen Ressourcen im Unternehmen und im Alltag der Menschen.
  3. Aktuell ermöglicht dies eine Vorreiterrolle.

Was geschieht mit den Daten und den Erkenntnissen?

Unsere Treibhausgasbilanz gibt einen transparenten Überblick über den Ausstoß von Treibhausgasemissionen bei der Produktion der OMIRA GmbH. Der Bericht bildet somit einen wichtigen Baustein im Klimaschutzengagement des Unternehmens. Auf Basis der ermittelten Werte kann das Unternehmen durch den Kauf einer entsprechenden Menge an UN-Klimazertifikaten für mehrere Jahre klimaneutral gestellt werden.

Welche Projekte werden durch die von der OMIRA GmbH gekauften Emissionsrechte gefördert?

Die OMIRA GmbH hat Emissionsrechte von verschiedenen Wasserkraftprojekten in Bolivien, Brasilien, Chile, Guatemala, Peru, Philippinen und Vietnam gekauft. Zusätzlich wurden Emissionsrechte von drei Windkraftprojekten in China, Indien und Korea erworben.

Die Wasserkraftprojekte weisen eine Nutzleistung zwischen 14 MW und 300 MW aus. Die Projekte gehen mit einer Reihe sozialer, ökologischer und sozioökonomischer Vorteile einher, deren bedeutsamster die Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energieträger ist. Darüber hinaus wird die erzeugte Energie in das nationale Netz eingespeist. Dies trägt wesentlich zur Stabilität der Stromversorgung bei, da aufgrund der langen Distanzen, erhebliche Übertragungsverluste entstehen.

Die Windkraftprojekte befinden sich in einer Nutzleistungspanne zwischen 28 MW und 100 MW. Neben zahlreicher ökologischer, sozialer und sozioökonomischer Vorteile ist jedoch der bedeutsamste Nutzen der Anlage die Substitution fossiler (in erster Linie Kohlekraftwerke) durch erneuerbare Energieträger. Weiter steht der Technologietransfer im Vordergrund, der zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien beitragen soll. Zusätzlich dazu werden die installierten Turbinen meist vor Ort gefertigt, was lokale Arbeitsplätze schafft.

Was passiert mit den CO2-Zertifikaten, nachdem sie verkauft wurden?

Die zukunftswerk eG hat die durch die OMIRA GmbH entstandenen CO2-Emissionen bilanziert und die entsprechende Anzahl an CO2-Zertifikaten auf einem Konto bei der UN stillgelegt. Dies ist insofern bedeutend, da die Stilllegung der erworbenen CO2-Zertifikate Voraussetzung für die Gestaltung und Vermarktung CO2-neutraler Unternehmen oder Produkte ist. Ohne Stilllegung könnte ein CO2-Zertifikat im freiwilligen Markt ggf. weiter gehandelt werden, wodurch keine zusätzliche Emissionsreduktion erreicht werden würde.

Ist das nicht nur „Greenwashing“?

Nein. Der Begriff „Greenwashing“ bedeutet nämlich, dass den Verbrauchern im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens suggeriert wird, dass bei der täglichen Arbeit eine ökologische Philosophie berücksichtigt, gefördert und wahrgenommen wird. Oftmals verbirgt sich hinter der „grünen Philosophie“ ein reines Werbeversprechen, dem sich die Unternehmen jedoch nicht wirklich verpflichtet fühlen.

Wir bei OMIRA verrichten jedoch unsere tägliche Arbeit gemäß verschiedener Umwelt- und Sozialstandards, nach denen wir regelmäßig auditiert werden und einer Berichtspflicht unterliegen. Neben der Klimaneutralität umfassen diese Standards beispielsweise unsere ISO- und SEDEX-Zertifizierungen, sowie sämtliche soziale Richtlinien für unsere Kunden, Zulieferer und Mitarbeiter. Einen detaillierten Überblick zu unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten finden Sie auch in unserem Nachhaltigkeitsbericht.